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ADHS und Konzentrationsstörungen

„Zeit ist das Ding, das davon abhält, dass alles gleichzeitig geschieht.“ Unbekannt
ADHS
ADHS bezeichnet das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom.

ADHS ist eine Form von mehreren Verhaltensauffälligkeiten. Diese Formen des ungewöhnlichen Verhaltens können sich sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen zeigen.

Kernthemen sind:

  • Unkonzentriertheit: Das vermeiden wollen von Aufgaben welche Durchhaltevermögen erfordern, Teilnahme– und Aktivitätsverweigerung bei gestellten Aufgaben, sowie Schwierigkeiten sich selbst zu organisieren, gestellte Aufgaben werden nicht erledigt.
  • Unaufmerksamkeit:Man kann nicht gut zuhören, nimmt Informationen nur unzureichend auf und kann nicht konzentriert bei der Sache bleiben.
  • Erhöhte Ablenkbarkeit, durch Umgebungseinflüsse, es verliert sich die Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe.
  • Vergesslichkeit: Oft werden wichtige Gegenstände vergessen, verloren oder verlegt.
  • Motorische Unruhe: Erhöhter Bewegungsdrang, Spannungsableitung über exzessives Klettern, Rennen und sichbewegen - auch in nicht passenden Situationen - oder nicht stillsitzen können.
  • Erhöhte Impulsivität: Kann andere nicht ausreden lassen und fällt ihnen ins Wort, hat erhöhtes Mitteilungsbedürfnis.
 
Bei all diesen Auffälligkeiten ist es wichtig zu betrachten, welchen Einflüssen ein Kind während der Schwangerschaft der eigenen Mutter, der Geburtssituation und frühkindlicher Entwicklungszeit ausgesetzt war, um die Ursachen zu erkennen und entsprechend positiv mit der passenden Therapieform darauf einwirken zu können. Kein Kind und kein Erwachsener will in seinem Alltag dauerhaft Konfliktsituationen in seinem Umfeld erleben, deshalb ist es von großer Wichtigkeit, die Auffälligkeiten nicht nur diesem Diagnose-Bild zuzuordnen, sondern den seelisch-geistigen Zustand des Patienten zu erfassen und zu verstehen. Oft ist es so, dass sich die „Anderen“ daran stören, der Betroffene jedoch selbst nicht, oder nur in geringem Ausmaß. Es darf keine Stigmatisierung der von der „Krankheit“ betroffenen geben. In der aktuellen Berichterstattung zum Thema ADHS in den Medien, gibt es auch kritische Stimmen die sagen, es gäbe dieses Krankheitsbild nicht. Die Auffälligkeiten bei unseren Kindern und Jugendlichen wären die Folge unserer modernen Lebensweise und veränderter gesellschaftlicher Anforderungen, die dem Kind heute nicht mehr ermöglichen, Entwicklungen in seinem eigenen Tempo zu erleben, ohne sofort als auffällig zu erscheinen. Wie so oft ist weder das eine noch das andere gut und richtig. Weder Vernachlässigung noch Überbehütung lassen aus Kindern eine authentische Persönlichkeit, also ausgeglichene und erwachsene Menschen werden.
 
Geben wir den Kindern mehr Zeit, achtsame authentische Aufmerksamkeit, Ruhe und Gelassenheit und ein gesundes Vorbild, statt Ritalin.



Konzentrationsstörungen

„Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem unnützen Ballast der Kenntnisse.“ Voltaire
Man spricht von einer Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche, wenn die Konzentration eines Menschen auf eine Sache oder ein Thema verändert erscheint.

Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Handeln oder einen Sinnesreiz nennt man demnach Konzentration. Dabei fokussiert man mit der Konzentration Dinge genauer, während die Umgebung nur am Rande oder unscharf wahrgenommen wird. Die Konzentration legt eine geistige Anstrengung zugrunde, die daher auch nicht ewig anhält. Kinder der Grundschule beispielsweise, können sich gerade einmal eine viertel Stunde konzentrieren. Bei Erwachsenen lässt die Konzentration spätestens nach einer Stunde nach. Schwankungen können natürlich individuell auftreten.

Lässt die Konzentration in diesem normalen Zyklus nach, kann nicht von einer Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche gesprochen werden. Eine Konzentrationsstörung kann aber in jedem Alter vorkommen. Häufig wird dieses Symptom jedoch Kindern zu Unrecht zugeschoben, da sie eben noch nicht die gleiche Konzentrationsfähigkeit wie Erwachsene aufgebaut haben.

Der Unterschied zwischen einer Konzentrationsstörung und einer Konzentrationsschwäche besteht darin, dass bei Konzentrationsstörung diese nur kurzzeitig anhält, während eine Konzentrationsschwäche über einen längeren Zeitraum verläuft.

Wissenschaftlich wird jedoch nicht genau festgelegt, ab wann eine Konzentrationsstörung vorhanden ist. Dennoch können Konzentrationsstörungen in verschiedenartiger Dimension auftreten und unterliegen ebenso den verschiedensten Ursachen und sind oft eine Begleiterscheinung bei Burn-out, Depression und ADHS und natürlich eines chronischen Schlafmangels, sowie chronischer Sauerstoffmangel, ausgelöst durch zu wenig körperliche Bewegung, Übergewicht, Nikotin– und Alkoholgebrauch und Medikamenten-Einnahmen.