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Borderline-Syndrom

„Suche nie, das Wesen eines Menschen danach zu beurteilen was in Erscheinung tritt. Halte nie eines seiner Worte oder einer seiner Handlungen für ein Zeichen seiner Gesinnung. Es könnte sein, dass derjenige, den du nicht verstehst Mühe hat, sich auszudrücken oder verständlich zu machen.“ Khalil Gibran
Das Borderline-Syndrom bezeichnet das Verhalten, welches Grenzen überschreitet. Es wird von den Betroffenen selbst gar nicht wirklich wahrgenommen.

Sie selbst sehen ihr Verhalten als legitim.

Meistens zeigen sich dauerhafte Konflikte von Distanz und Nähe als zentrales Problem in der Interaktion und in der Kommunikation mit ihren Beziehungspartnern.

Das Borderline-Syndrom entwickelt sich aus einer instabilen Persönlichkeitsstruktur, deren Ursachen vielfältiger Natur sein können. Auffällig bei der Borderline-Symptomatik ist, dass die Betroffenen keine mentale Erinnerungsfähigkeit haben, wenn es um das Erleben von positiven Gefühlen, wie Empathie, Unterstützung, Zuneigung und Liebe geht, die ihnen ihre Umwelt und Partnerschaften zukommen lassen. Im Gegenteil, die Borderline-Persönlichkeit kann sich schon nach einer relativ kurzen Zeitspanne in ihrem eigenen Empfinden nicht akzeptiert und nicht geliebt fühlen, obwohl ihr doch gerade eben genau diese positiven Signale aus ihrer Umwelt gezeigt wurden.

Dieser Mangel an innerer Erinnerbarkeit führt bei den Borderline-Persönlichkeiten zu einem zwanghaften Verhalten, dass sie dazu veranlasst immer wieder die Aufmerksamkeit ihrer Partner, ihrer Kinder oder im Beruf ihrer Vorgesetzten und Kollegen auf sich zu ziehen. Dazu setzen sie gezielt und sehr geschickt die Dramatisierung von Situationen ein und manipulieren dadurch Personen in ihrem Umfeld indem sie sich als Opfer, als hilfsbedürftige Personen oder durch ihre herausragenden Leistungen als bewundernswerte Menschen erscheinen lassen, um sich dadurch die ungeteilte Zuwendung und Aufmerksamkeit, der sie so stark bedürfen, zu sichern. Leider gelangen sie aber nicht zu einem „ausreichendem Sättigungsgrad“ in ihrem Empfinden, so dass die Zuwendung zeitnah wiederholt(erneut) erzwungen werden muss. Die Partner und Beziehungspersonen werden stark in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt, kontrolliert und mit anklagenden Vorwürfen konfrontiert, damit die eigene Bindungssicherheit der Borderline-Persönlichkeit nicht gefährdet ist. Es werden oft auch in diesem Zusammenhang absurde Situationen von Eifersucht und Misstrauen kreiert, um diese Bindungssicherheit wiederherzustellen. Als ursächlich für das Entstehen dieser Lebenskrisen der Betroffenen, gelten frühkindliche Bindungsstörungen und eine instabile Persönlichkeitsstruktur in Begleitung eines Mangels an Selbstvertrauen.