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Vortrag für den 15. Mai 2013 im Arabellapark, München
Siemens Mitarbeiter im Management

Guten Tag sehr verehrte Damen und Herren,
 
ich möchte mich Ihnen kurz vorstellen, mein Name ist Birgit Weiss. Seit 2005  führe ich meine eigene Praxis für psychosomatische Medizin und Klassische Homöopathie und praktiziere seit 2012 in München. Ich befasse mich mit beruflich mit dem Thema eines ganzheitlichen Heilungsansatzes.
Heute werde ich Ihnen einen kurzen Einblick in meine Arbeit geben und Sie über Themen informieren, mit denen Sie im Laufe Ihres Arbeitslebens in Ihrem Umkreis oder auch bei sich selbst bereits Berührungspunkte gehabt haben dürften.
Wir alle haben im Laufe unseres Lebens  ein mehr oder weniger gut funktionierendes Stress-Management entwickelt, mit welchem wir gelernt haben die kleinen und größeren Alltags-Sorgen im Berufsleben, mit Kollegen und Vorgesetzten, sowie im Privatleben mit Partnern, Kindern und Eltern zu bewältigen.
Lassen Sie uns mal einen Blick darauf werfen, wie sich solche Reaktions-und Verhaltensmuster in uns Menschen bilden.
Das erste Erleben, mit Eindrücken umzugehen erfolgt in der Kindheit,entweder wir äußern ein Bedürfnis und bekommen eine positive oder negative Reaktion unserer Umwelt darauf, oder es erfolgt durch Beobachtung unserer Bezugspersonen. In diesen Momenten entstehendurch die sogenannte Konditionierung auf Schlüsselreize eine Art innerer Bewegungsplan im limbischen System, welcher für die innere Gefühlswelt eines Menschen zuständig ist. Da jeder Mensch in seiner Kindheit zu einer guten Entwicklung auf Unterstützung und Empathie angewiesen ist, verhalten sich Kinder so, dass sie sich positive Anerkennung aus Ihrer Umwelt sichern, indem sie sich maximal an die Bedürfnisse ihrer Bezugspersonen anpassen.
Bei wiederkehrenden negativen Erlebnissen und Einflüssen aus der Umwelt, wie z. B. Kritik oder Ablehnung gelingt dem Kind die Anpassung durch Verdrängung der eigenen Wahrnehmung und Gefühlswelt.
Im Erwachsenenalter werden dann in vielen Fällen die eigenen Empfindungen nur noch zum Teil wahrgenommen. Dies führt oft zu einem inneren Widerspruch zwischen der intuitiven Erfassung der Stimmungen im zwischenmenschlichen Bereich und der intellektuellen Strategie, um damit umzugehen.
Die dauerhafte Ablehnung eigener Wahrnehmungen und eigener Intuitionen führt letztendlich in eine Verschiebung der Empfindung, die sich im Körper, an bzw. in einem Organsystem ausdrücken kann.
Je intensiver die Emotionen und je weniger diese wahrgenommen werden, desto stärker entwickeln sich chronifizierende körperliche Beschwerden.
Ein anschauliches Beispiel hierfür, bilden Erkrankungen wie die chronische Gastritis, chronische Darmbeschwerden oder Migräne. Bei diesen Krankheitsbildern ist die gehemmte Aggression und Verlustangst von Kindern gegenüber ihren Bezugspersonen neben den anderen auslösenden Faktoren wie der Infektanfälligkeit und der genetischen Disposition mit entscheidend.
Das Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden ist in der heutigen Zeit immer mehr in das Verständnis von Therapeuten und auch von Patienten eingegangen und eröffnet die Möglichkeit individueller, gesamtheitlicher Behandlungsansätze  und somit einer Heilung auf direkten Weg.
Die psychosomatische Medizin ist nach meinem Verständnis eine wirkungsvoller Therapieansatz, die wirklichen Krankheitsursachen aufzuspüren und nachhaltig zu therapieren.
Um die wirklichen Krankheitsursachen meiner Patienten aufzuspüren, bediene ich mich bei meiner Arbeit dem tiefenpsychologisch geführten Anamnesegesprächs, welches eine freie Assoziation des Klienten erfordert, um möglichst unverfälschte Informationen bezüglich seiner Körperbeschwerden hinsichtlich ihrer individuellen Erscheinung (Schmerzqualität, Modalitäten, wann wird es besser, wann schlechter, was bessert, was verschlechtert, Empfindung, Einflüsse, etc.) zu erhalten. Das Anamnesegespräch, umfasst je nach Wissen und Erinnerungsvermögen des Patienten alle bis dato aufgetretenen Krankheiten. Aus der Kombination von erlebten Krankheiten, dem Anamnesegespräch und der von mir praktizierten Antlitzdiagnostik, der Psycho-Physiognomik,  ergibt sich dann für mich als Therapeutin der geeignete Therapieansatz und das richtige homöopathische Arzneimittel.  Auf das Thema der Psycho-Physiognomie werde ich gleich noch ausführlicher eingehen.
Die Auflösung unbewusst erlebter und gelebter Konflikte, steht nach der vollständigen Erhebung und Analyse durch die eben aufgezählten Diagnosewerkzeuge im Vordergrund. Hierbei kommt der Bearbeitung von Übertragung und Widerstand bei Konflikten größte Bedeutung zu.
Diese Art der Diagnose, ermöglicht mir als Therapeutin dann die Verschreibung einer  homöopathischen Arznei, welche hochpotenziert, den Eigenheiten des Patienten so ähnlich ist, dass diese einen tiefen Prozess der Wahrnehmung und Bewusstwerdung möglich werden lässt. Es kommt zur inneren Aufarbeitung der Spannungen und Konflikte, welche z.B. auch durch psychotherapeutische Sitzungen ergänzt bzw. unterstützt werden können und die dann so einen guten und direkten Selbstwahrnehmungsprozess erzeugen.
Durch diese Methode wird zeitgleich sowohl auf der seelischen als auch auf der körperlichen Ebene Gesundheit erreicht, welche nachhaltig und von Dauer ist.
Wie eben bereits erwähnt, benutze ich als Arbeits– und Diagnoseinstrument die sogenannte Psycho-Physiognomie, oder auch Antlitzdiagnostik, darunter versteht man die Lehre vom Ausdruck des Gesichtes, des Kopfes und des Körpers, als Spiegel der Seele, des Wesens und der Persönlichkeit.
Bereits in Goethes Faust heißt es „Nichts ist drinnen, nichts ist draußen, denn was innen ist, das ist auch außen.“
Die Psycho-Physiognomik ermöglicht es uns, anhand der körperlichen Gestalt, der Form des Haupts und des Ausdrucks des Gesichtes die Charaktereigenschaften, Fähigkeiten, Anlagen, Vorzügen und Schwächen eines Menschen zu lesen, zu erkennen und anschließend zu fördern. Die Fähigkeit in der Psyche und der Physis eines Menschen lesen zu können, hilft uns bei der Entschlüsselung des Charakters, bei der Einordnung von Emotionen und erweitert unser Verständnis für den Menschen der uns gegenübersteht. Mittels der Psycho-Physiognomie  lässt sich genau feststellen, inwieweit ein Mensch seine Möglichkeiten und Talente erfolgreich umsetzt und sich gut, oder weniger gut selbst verwirklichen kann, welche Besonderheiten ihn ausmachen und welche positiven und negativen Eigenheiten er in sich trägt, die sich über das Gesicht ausdrücken und ablesen lassen. Die Psycho-Physiognomik ist ein Hilfsmittel zur Diagnosestellung. Sie gibt über den Sichtbefundeinen unmittelbaren Zugang zum Patienten, jedoch ersetzt sie nicht das ausführliche Anamnesegespräch mit dem Patienten.
Die Psycho-Physiognomik findet aber auch über den medizinischen Bereich hinaus immer mehr Anwendung, z.B. als Unterstützung zur externen Personalauswahl in Unternehmen, bei der internen Personalentwicklung, bei Personalgesprächen und Coachings, zur Unterstützung bei der Karriereplanung, der Berufswahl oder auch bei der Zusammenstellung von Teams und Arbeitsgruppen. Aber auch im Privaten, als Hilfsmittel zur Paartherapie etwa, kann die Physiognomik ein sehr gutes Werkzeug sein.
Wenn uns im Alltag Menschen begegnen, dann rufen diese Begegnungen in uns bestimmte Assoziationen, Eindrücke und Emotionen hervor, wir machen uns so zu sagen ein Bild von ihm. Dieses Bild sagt uns auf Anhieb, ob wir diesen Menschen sympathisch oder unsympathisch, interessant oder uninteressant empfinden, ob von Ihm eine Gefahr ausgeht, oder ob wir ihm trauen können. Die tiefer gehende Entschlüsselung von Naturell, Charakter und Anlagen ermöglicht uns ein größeres Verständnis für unser Gegenüber, was uns wiederum die Möglichkeit gibt, besser auf ihre Bedürfnisse einzugehen.




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